Topic outline

  • Vorbereitungen und Ankunft in Kilifi

    Vor dem Beginn unseres Austauschs

    Schon nach der Vorstellung des Projektes „Adaptive Digitale Lernsysteme für den Ausbau der Technischen Kommunikation und den multikulturellen, multimedialen Austausch in Deutschland und Kenia” in der Masterveranstaltung von Professor Sissi Closs wusste ich, dass ich unglaublich gerne Teil dieses Abenteuers werden möchte. Nachdem Belinda und ich im Auswahlprozess ausgesucht wurden, war die Freude umso größer, dass wir das Projekt gemeinsam antreten durften, da wir bereits gute Freundinnen geworden waren.

    Während des gesamten Bewerbungsprozesses war die Hochschule Karlsruhe uns stets eine große Hilfe und alles ging schnell und unkompliziert von statten. Auch die Registrierung über BWS-World verlief schnell und ohne Probleme. Nach der endgültigen Zusage für ein Auslandssemester an der Pwani University in Kilifi begann ich die ersten Vorbereitungen zu treffen:

    • Auswahl und Abschluss einer Auslandskrankenversicherung
    • Durchführung von verschiedenen wichtigen Impfungen, wie beispielsweise Tollwut, Cholera und Gelbfieber (diese ist vor allem nötig, wenn man in ein anderes Land reisen möchte). Hierbei sollte früh darüber nachgedacht werden, was man alles impfen lassen möchte, da einige Impfungen (z.B. Tollwut) Zeit in Anspruch nehmen, da Mehrfachimpfungen notwendig sind.
    • Buchung der Flüge nach Kenia und wieder zurück. Das Visum erhält man direkt am Flughafen.
    • Die Unterkunft wurde uns von der Pwani Universität gestellt, wodurch wir uns darum nicht zu kümmern brauchten.


    Die ersten Tage

    Wir flogen am 30.08.2018 abends in Frankfurt am Main mit Condor los und kamen nach etwa 9h am nächsten Tag in Mombasa, Kenia an.


    Nach unserer Ankunft in Mombasa (Freitag 31.08.2018) verbrachten wir die ersten Nächte im Mnarani Club, einem sehr schönen Hotel in der Nähe der Universität. Hier erfuhren wir von Edith dann, dass die Uni, die ursprünglich am darauffolgenden Montag (03.09.) hätte starten sollen, erst Anfang Oktober beginnen werden würde. Diese Entscheidung fiel wenige Tage zuvor. Für uns Deutsche ein Ding der Unmöglichkeit, dass der Start der Vorlesungen um mehr als 4 Wochen verschoben wird! Für uns war das die erste Hürde, die wir in Afrika nehmen mussten, da es nun hieß 4 Wochen zu überbrücken...

    Für uns war daher ganz klar: diese Zeit muss für Ausflüge und Entdeckungen genutzt werden!  :)

    Die ersten Tage nutzten wir, um Kilifi zu erkunden, unsere erste TukTuk-Fahrt zu absolvieren und vor allem um einfach anzukommen. Der Kulturschock und das Klima müssen erst einmal verdaut werden :) Die entspannten Tage im Hotel waren perfekt hierfür und ich würde es auf jeden Fall jedem empfehlen.




    • Unsere Unterkunft

      Wir wohnen hier in Kilifi in einem Gästehaus direkt auf dem Campus. Das Haus besteht aus zwei Doppelhaushälften, wobei wir die rechte bewohnen und Nicole, eine andere Deutsche, die hier für 2 Semester Deutsch unterrichtet, die linke.

      Das Haus ist sehr geräumig und besitzt zwei Stockwerke. Unten befinden sich eine Toilette, ein großes Wohn-Ess-Zimmer und eine Küche. Nach hinten raus haben wir noch eine Terrasse und einen Garten, in dem unsere Wäscheleine steht und wo wir gerne sitzen. Von hier aus sieht man direkt auf den Haupteingang der Uni und kann das bunte Treiben dort beobachten. Die Küche ist zwar recht groß, aber für deutsche Verhältnisse sehr spartanisch eingerichtet. Der kleine Kühlschrank verliert sehr viel Wasser, weswegen wir ihn oft auswischen müssen und ist im Allgemeinen nicht 100% hygienisch. Von den 4 Herdplatten funktioniert nur eine richtig und Wasser kommt an manchen Tagen und an anderen nicht. Zum Kochen reicht es für unsere Anforderungen allerdings aus.

      Oben befinden sich 3 Schlafzimmer und das Bad mit Dusche. Wir bewohnen gemeinsam das größte Schlafzimmer, da es das einzige mit Ventilator ist und wir uns zusammen einfach wohler fühlen, als alleine. Im kleinsten Schlafzimmer schläft Nicole, da sie sich in ihrem großen Haus so ganz alleine auch nicht richtig wohl fühlt.

      Insgesamt ist das Haus für afrikanische Verhältnisse unglaublich groß und komfortabel, für uns allerdings teilweise eine große Herausforderung: die Fenster bestehen hier nämlich nicht aus einer Scheibe sondern mehreren kleinen Elementen, die wie Lamellen ineinandergreifen und auch nicht alle geschlossen werden können. Dementsprechend gelangen leicht Insekten und Schmutz in die Wohnung und der Geräuschpegel ist extrem hoch, da die Hauptstraße nur etwa 50m entfernt ist. Das größte Problem ist allerdings ein ganz anderes: wir haben in unserem Haus leider kein WLan, wodurch es uns unmöglich ist, von zuhause aus zu arbeiten. Auch an der Uni selber gibt es kaum Arbeitsplätze für Studenten und die Qualität des WLans dort ist auch sehr schlecht. Effizientes Arbeiten ist aus diesem Grund leider nur sehr bedingt möglich...

      Alles in allem fühlen wir uns aber mittlerweile recht wohl und haben uns gut eingelebt. :)

      Besonderes Highlight für mich auf dem Campus ist das Red Buffalo, die Kantine, in der wir mittags ab und zu Essen gehen. Aus einem Buffet kann hier täglich zwischen verschiedenen Komponenten gewählt werden - und das ganze zu sehr erschwinglichen Preisen. Mein Favorit: das Chapati (Pfannkuchenartiges Brot) mit Linsen und Mchicha (Spinat) :)



      • Tsavo East

        Unser erstes Abenteuer ließ daher nicht lange auf sich warten. Bereits an unserem ersten richtigen Wochenende in Kilifi starteten wir unsere Reise in den Nationalpark Tsavo East. Gemeinsam mit Sepp und Gabi, einem befreundeten Pärchen von Prof. Closs ging es am Freitag (07.09.2018) früh morgens um ca. 06.30 Uhr mit unserem Guide James und dem Fahrer Fred los Richtung Inland. Die ganze Fahrt dauerte etwa 2,5h und es gab einiges zu sehen: sich ständig verändernde Landschaft, unzählige Hütten und Dörfer und viele Einheimische. Hierbei haben es uns insbesondere die Kinder sehr angetan :)

        Bei der Ankunft im Nationalpark mussten wir am Eingang ein paar Minuten warten, bis die Tickets gekauft und alles vorbereitet war. In dieser Zeit machten wir Bekanntschaft mit einem äußerst hartnäckigen Hutverkäufer, der uns unbedingt seine Hüte verkaufen wollte. Nachdem wir diese aber nicht wollten, da sie uns kein bisschen gefielen meinte er ganz dreist, wir sollten sie nur kaufen, um ihn glücklich zu machen. Da wir auch dieser dreisten Bittee nicht nachkamen, wollte er dann wenigstens unser Frühstück vom Hotel abgreifen, welches wir ihm auf sein forderndes "I like chicken" schließlich gaben, um endlich unsere Ruhe zu haben.

        Für diesen holprigen Start wurden wir allerdings schon direkt hinter der Eingangspforte wieder entschädigt: nach kaum 2min im Park sahen wir die ersten wilden Elefanten! Es war einfach magisch!

        Insgesamt bekamen wir alles zu sehen, was James uns zuvor versprochen hatte: eine unzählbare Anzahl an Elefanten, Zebras, Büffeln und Antilopen, Wasser- und Warzenschweine, Hyänen, Schakale und sogar Löwen und Geparden. Zu jeder einzelnen Tierart wusste James etwas interessantes zu erzählen und versorgte uns darüber hinaus mit Informationen über Land und Leute.

        Auch die Unterkunft "Ngutuni Lodge" war einfach traumhaft schön. Direkt an einem Wasserloch gelegen, an dem hunderte Tiere tranken und sich abkühlten, bot sie einiges an Komfort und natürlich viel zu sehen. Auch das Essen war hier super lecker. Kurz: ein Ort, an den man definitiv zurück möchte!

        Nachdem wir am nächsten Tag auf unserer Rückfahrt fast die Jagd von Löwen auf Zebras beobachten konnten, wurde unsere euphorische Stimmung in Kilifi beim abschließenden Lunch leider wieder etwas gedrückt. James brachte uns in ein Restaurant namens "Kilifi Beach Club", in dem wir uns alle 4 jeweils eine Pizza bestellten. Wir warteten und warteten und wurden immer hungriger und müder, da die letzten beiden Tage ziemlich anstrengend waren. Die Bedienungen kümmerten sich allerdings recht wenig um uns und James, der eigentlich nur 40min wegbleiben wollte, kam auch nicht wieder. Nach 1,5h hatten wir dann endgültig genug und wollten das Restaurant ohne die Pizzen verlassen. Daraufhin tauchte James wieder auf (der im Auto vor dem Restaurant geschlafen hatte) und meinte, dass die Pizzen in einer halben Stunde fertig wären - völlig inakzeptabel für uns! Das Restaurant bestand allerdings auf der Zahlung der Bestellung woraufhin wir so richtig wütend wurden. Dies war der Moment, in dem wir das erste Mal mit den extrem langen Wartezeiten in Afrika in Berührung kamen, welche hier völlig normal sind. Schlussendlich bekamen wir dann innerhalb von 10min 2 der 4 Pizzen to-go und konnten endlich nach Hause und uns ins Bett legen. 

        Trotz dieses unerfreulichen Abschlusses war es ein wunderschöner Ausflug, den wir Ende Oktober definitiv mit unseren Eltern wiederholen werden... dann aber ohne abschließenden Lunch ;)







        • Gastfreundschaft und Offenheit

          In Kenia wird man von vielen Menschen, insbesondere von den Kindern hier sehr offen und herzlich begrüßt und wird in das Leben hier miteinbezogen.

          Die Kinder freuen sich immer ungemein, wenn man sie grüßt und ihnen winkt und rennen einem schon auch mal einige Kilometer hinterher. Auch viele Einheimische grüßen uns herzlich auf der Straße und wollen uns in ein Gespräch verwickeln, in dem sie dann alles über uns und Deutschland erfahren wollen. 

          Auch wird man hier oft zum Essen nachhause eingeladen, wie beispielsweise Rukya und Shauri (Head of Department). Viele würden uns auch gerne in ihre Heimatdörfer mitnehmen und uns das Leben dort zeigen und allen im Dorf vorstellen. Diese Offenheit ist für uns komplett neu, da Deutsche im Allgemeinen ja eher zurückhaltend sind und eine Weile brauchen, bis sie jemanden zu sich einladen.

          Das selbe gilt für die Herausgabe von Handynummern. Während wir diese eigentlich nur Freunden anvertrauen, wird sie hier jedem gegeben, den man mal eben auf der Straße kennenlernt. Ein weiterer Punkt der für uns sehr neu und verwirrend ist. 

          Die Menschen hier sind, obwohl sie teilweise in großer Armut leben sehr lebensfroh, fröhlich und freundlich und machen einem das Leben hier sehr angenehm. Insgesamt fühle ich mich hier daher sehr wohl, auch wenn ich an Bekanntschaften immer mit einer gesunden Skepsis herangehe :P


          • Essen

            Vom Essen hier bin ich sehr begeistert! Die Vielfalt der Früchte und Gemüsesorten ist grenzenlos und man bekommt alles immer frisch und für deutsche Verhältnisse super günstig. Auch die traditionellen Gerichte, wie beispielsweise Pilao (eine Art Gewürzreis), Chapati und Mchicha sind einfach sensationell!

            Die Zubereitung einiger dieser Gerichte konnten wir bei unserem Besuch bei Rukya bereits erlernen und sind schon sehr gespannt, ob wir das in Deutschland so lecker hinbekommen, wie es bei ihr war :)

            Durch die Lage an der Küste gibt es hier auch sehr viele Meeresfrüchte und Fisch, die ebenfalls phenomenal lecker sind. So frisch und lecker bekommt man diese bei uns in Deutschland nur selten.

            Ein weiteres Highlight sind für mich die vielen frischen Säfte, die man hier überall bekommt. Von Passionsfrucht (mein Liebling), über Orange, Wassermelone und Tamarind (lokale Spezialität) bekommt man hier alles geboten - und auch diese wieder zu sehr erschwinglichen Preisen.

            In Kilifi sind meine liebsten Orte um Essen zu gehen neben der Uni-Kantine das Restaurant der Makuti Villas (wird von Italienern geführt und es gibt daher sehr gute Pasta und Pizza, wenn man mal keine Lust auf afrikanisches Essen hat), das Nuu (ein kleiner Laden in dem es sehr, sehr leckeres Shawarma gibt), das Ocean (hier gibt es günstige lokale Gerichte, wie z.B. das Goat Stew, welches ich super gerne mag) und natürlich das Buffet im Mnarani Club (die Garnelen mit Knoblauchsoße).

            Wenn wir selber kochen, gibt es hauptsächlich Guacamole, Tomatensalat, Spaghetti mit Tomatensoße oder Aglio e Olio oder aber auch mal Reis. Vor allem die Avocados hier haben es uns angetan, da diese rießig und viel geschmacksintensiver, als in Deutschland sind :)



            • Mein persönliches Highlight bis jetzt...

              ... war definitiv unser Besuch im Wildlife Sanctuary in Mombasa mit Edith, Pam und Nicole :)

              Auf unserer Wochenendausfahrt nach Diani Beach stoppten wir plötzlich außerplanmäßig in Mombasa, wo Pam auf einmal meinte, dass sie eine Überraschung für uns hätte.

              Wir fuhren in ein seltsam abgelegen aussehendes Gelände und hatten absolut keine Vorstellung, was uns am Ende des kurvigen Weges erwarten wurde. Am Ende angekommen sahen wir es dann: GIRAFFEN!! (Meine absoluten Lieblingstiere)

              Am Anfang war es nur eine, die gemächlich herumlief, aber dann auf einmal kamen noch viele weitere auf uns zu. Es war absolut magisch. Wir durften den Tieren ganz nah sein und konnten sie sogar aus der Hand füttern (was mit mehr Sabber verbunden war, als ich erwartet hätte) :)

              Bis heute war das mein absolutes Highlight in Kenia und ein unglaublich schönes Erlebnis für alle von uns (von dem restlichen Ausflug berichte ich in einem separaten Beitrag ;) ).




              • Vorlesungen...

                Mit schlappen sechs Wochen Verspätung haben nun in der dritten Oktoberwoche endlich mal die Kurse angefangen... zumindest in der Theorie.

                Geplant war, dass wir hier mindestens 2 Kurse aus dem Master Business Administration besuchen werden. Diese hatten wir uns bereits im Vorfeld aus einer Liste aller Veranstaltungen ausgewählt. Neben Strategic Management war auch ein Finance Kurs geplant, da alle anderen Kurse, die wir lieber besuchen wollten scheinbar nicht zustande kommen sollten. 

                Nachdem zu unserem ersten Kurs am Dienstag (16.10.) außer uns leider niemand erschienen war, hatten wir Mittwoch dann endlich das Vergnügen einen unserer Dozenten kennenzulernen. Allerdings erfuhren wir (zu unserem Glück), dass er nicht wie von uns gedacht an diesem Tag die Finance Vorlesung halten würde, sondern Human Resource Management (einer der Kurse, die wir besuchen wollten, die aber nicht stattfinden sollten, da zu wenige Studenten diesen Kurs gewählt hätten). Nach der Beseitigung der ersten Verwirrung, die dadurch enstanden war, dass der Dozent absolut nichts von uns oder unserer Teilnahme an irgendwelchen Kursen wusste, ging es dann endlich los (Verspätung zu diesem Zeipunkt: Dozent kam 30min zu spät plus 30min Diskussion darüber, ob wir den Kurs belegen können oder nicht; Anzahl der anwesenden Studenten: Belinda, Ich und Erik). Der Kurs behandelt die Grundlagen des Resource Management und wird hier vorallem in Form von diktierten Aufzählungen und auswendiggelernten Definitionen vermittelt. 

                Einen Tag später, also am Donnerstag sollte dann (dieses mal wirklich)  der Kurs Strategic Management stattfinden. Dies wurde uns am Tag zuvor von dem Dozenten des HRM-Kurses bestätigt, da er beide Kurse unterrichtet. Also gingen wir erneut in unseren Raum und wurden wieder einmal enttäuscht: die anderen Studenten erzählten uns, dass der Kurs auf Freitag verschoben wurde... allerdings schon eine Woche zuvor. Da saßen wir wieder einmal. Sprachlos. Fassungslos. Verwirrt. Warum hatte der Dozent uns einen Tag zuvor versichert, dass der Kurs an diesem Tag stattfinden würde, wenn er scheinbar schon in der Woche zuvor verlegt worden war? Wir begannen an uns und unseren Englisch-Kenntnissen zu zweifeln und waren in diesem Moment im Allgemeinen wirklich sehr deprimiert. Unser neuer Freund Erik, der auch HRM mit uns besucht, organisierte daraufhin eine WhatsApp-Gruppe, damit auch wir über den weiteren Verlauf der Dinge informiert werden können. Wir hoffen sehr, dass der Kurs dann morgen (Freitag, 19.10.) auch wirklich stattfindet...

                Momentan lässt sich zu den Kursen nur sagen, dass sie sehr willkürlich und daher unzuverlässig geplant sind und selbst die Dozenten anscheinend nicht wissen, wann und wo ihre Vorlesungen stattfinden. Auch die Art und Weise des Unterrichts in Form von diktierten Definitionen, die auswendig gelernt werden sollten, entspricht nicht ganz unseren Vorstellungen von einem Masterkurs.

                 Wir hoffen allerdings, dass sich das im Laufe der Zeit (also in den verbleibenden 6 Wochen) ändert und wir zumindest ein paar interessante Informationen von hier mit nachhause nehmen können... Wir sind weiterhin gespannt darauf, was die nächste Zeit noch so bringen wird :)

                • Swahili-Stunden

                  Swahili Stunden

                  Jede  Woche treffen wir uns 2x für eine Stunde mit Rukya und lernen Swahili. Gemeinsam mit Nicole sitzen wir hierfür in Professor Mutitis Büro, da wir hier den meisten Platz dafür haben und er auch gerne mal zwischendurch ein bisschen mitmacht :)

                  Angefangen haben wir mit einigen Standard-Sätzen, die uns im täglichen Leben hier weiterhelfen. So können wir nun sagen, wer wir sind und woher wir kommen, kennen einige Zahlen, die Monate und Wochentage, können Menschen zu verschiedenen Tageszeiten begrüßen und kennen viele Wörter, wie beispielsweise die verschiedenen Nahrungsmittel hier.

                  Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch viel mit Zeiten und können daher schon recht viel sprechen (allerdings reden die Menschen hier leider sehr schnell, daher müssen wir noch etwas üben :D). 

                  Die Kurse machen uns super viel Spaß und Rukya ist wirklich eine unfassbar gute Lehrerin. Sie versucht immer, uns alles so genau und detailliert wie möglich zu erklären und legt viel Wert darauf, dass wir genau das lernen, was uns weiterhilft und was wir gerne wissen wollen. Darüber hinaus ist sie ein sehr herzlicher und lustiger Mensch und wir mögen sie wirklich sehr. Sie ist immer sehr interessiert und informiert sich darüber, wie es uns geht oder was wir noch gerne hier erleben wollen.

                  Durch sie lernen wir auch, wie man manche lokalen Gerichte zubereitet und wo man die Nahrungsmittel dafür am besten kauft. Auch bringt sie uns ab und zu selbst gekochte Speisen mit, die immer super lecker schmecken und ratzfatz aufgegessen sind! :)

                  • Besuch unserer Eltern und Safari 2.0

                    Ende Oktober ist es nun endlich so weit: meine Eltern sind da! In den nächsten drei Wochen werden wir hoffentlich viele Abenteuer miteinander erleben und ihnen die bestmögliche Kilifi-Erfahrung bieten können :) Meine Eltern sind in der Baobab-Sealodge untergebracht, Belindas Familie wohnt im Kilifi Beach Bay Hotel. Da beide Hotels zur gleichen Kette gehören, können sie ihre All-Inclusive Leistungen in beiden Anlagen in Anspruch nehmen und ab und zu miteinander Zeit verbringen - perfekt für uns :) 


                    Diese Woche stand unsere zweite Safari an. Dieses Mal allerdings mit unseren Eltern und einen Tag länger :)

                    Veranstalter war auch dieses Mal wieder James, der uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist. Neben T-Shirts bekamen wir dieses Mal auch mitten im Park Wein serviert (wunderschön) und erhielten sogar ganz am Ende jeder noch ein Geschenk! Belinda, Nicole und ich bekamen wunderschöne perlenbestickte Sandalen, die Mamas Taschen, die Papas Holzmasken und Belindas Bruder eine tolle Holzschale.

                    Am 29.10. begann unsere Reise in zwei Reisebussen in Richtung Amboseli. Ich saß mit meinen Eltern und Nicole, Belinda mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder in einem der Safaribusse. Die Fahrt dauerte ziemlich lange (ca. 7h) und war streckenweise sehr beschwerlich, da die Straßen teilweise eigentlich kaum kaum befahrbar waren.

                    Neben leckerem Lunch, Dinner und Frühstück gab es auf zwei verschiedenen Game-Drives auch viele Tiere zu sehen. Mein Highlight hier waren die Nilpferde und Elefanten mitten im Sumpf. Das Licht und die Landschaft passten in dem Moment einfach so gut zusammen! Auch wurde hier Belindas ganz großer Traum erfüllt: wir bekamen den Kilimanjaro zu sehen - sehr eindrucksvoll!

                    Nach Amboseli ging es weiter nach Tsavo East, wo wir die Nacht wieder in der Ngutuni-Lodge verbrachten. Leider waren dieses Mal keine Tiere am lodgeeigenen Wasserloch zu sehen :( 
                    Das absolute Highlight hier war eine Löwin mit Baby, die direkt an unserem Bus auf die Jagd ging - und direkt heißt hier maximal 5m entfernt!

                    Alles in allem war es ein wunderschöner Ausflug mit unseren Eltern und eines unserer absoluten Höhepunkte bis jetzt :)


                    Kilimanjaro


                    • Update zu den Vorlesungen - oder auch: wöchentlich grüßt das Murmeltier

                      Vorlesungswoche Nummer 4 bringt bislang leider keine Besserung... Nachdem die letzten beiden Wochen ENDLICH einmal der Unterricht zu den verabredeten Zeiten stattgefunden hat (obgleich eine der Stunden auf Grund von zahllosen Mücken abgebrochen werden musste), nahm die Unzuverlässigkeit diese Woche erneut ihren Lauf. Sowohl HR am Mittwoch, als auch Marketing am Donnerstag fanden erneut nicht so statt, wie es geplant war. Und erneut wurden wir einmal zu spät und einmal erst auf unsere Nachfrage hin darüber informiert.

                      Am Mittwoch saßen wir gerade am Frühstückstisch und wollten uns auf die am Abend stattfindende Vorlesung vorbereiten, als wir von Erik erfuhren, dass wir später einen Test schreiben würden - waaaas?! Keiner hatte uns hierüber informiert geschweige denn wurde jemals überhaupt erwähnt, dass Zwischentests während dem Semester durchgeführt wurden! Wir waren mehr als schockiert. Auf Nachfrage direkt beim Prof konnte dies aber Gott sei Dank geklärt werden und er meinte, wir müssten diesen erst einmal nicht mitschreiben... Somit die erste Vorlesung die diese Woche ausfiel.

                      Nachdem wir Nachmittags pünktlich um 15 Uhr das Hotel meiner Eltern verliesen, noch kurz einkaufen waren und etwas gegessen hatten, gingen wir pünktlich auf 17 Uhr in den Vorlesungsraum von Marketing - und waren wieder einmal die einzigen die erschienen. Auf Nachfrage in der WhatsApp Gruppe  erfuhren wir dann: der Kurs fällt aus! Er hätte ja die E-Mail, die den Ausfall der Vorlesung mitteilen sollte in der Gruppe geteilt. Leider stand in besagter Nachricht nur, dass man sich für die folgende Woche in gewisse Themen einlesen sollte und kein Wort darüber, dass der Kurs entfällt. Wir waren daher ziemlich wütend, da wir extra das Hotel so früh verlassen hatten und sonst die Zeit weiter mit meinen Eltern hätten nutzen können. Auf die Frage in der WhatsApp Gruppe, ob man uns denn bitte über Änderungen ordentlich informieren könnte, wurde natürlich dann nicht mehr geantwortet. Mittlerweile glauben wir, dass diese Gruppe nur dazu genutzt wird, um sich gegenseitig Aufschriebe der letzten Jahre zu schicken und natürlich um unsere Handynummern zu bekommen... Alles in allem nicht der Sinn, den wir hinter der Gruppe vermutet hatten. Insgesamt war also auch diese Woche wieder sehr ernüchternd und deprimierend. Uns fehlt leider mittlerweile auch wirklich die Motivation unsere Wochenplanung jede Woche aufs Neue auf die Kurse abzustimmen, die dann im Endeffekt doch wieder einmal nicht stattfinden...

                      Allerdings hatte die Woche auch Höhen: wir waren mit meinen Eltern am Dienstag noch einmal in der Giraffen-Aufzuchtstation und was soll ich sagen - es war wieder einmal wunderschön! :) Dieses Mal kamen wir sogar ganz nahe an die kleinen Giraffen heran, die sich alle mit ihren Müttern im Schatten getümmelt hatten. Die jüngste Giraffe ist gerade einmal 5 Monate alt. Meinen Eltern hat es auch super gefallen, vor allem weil sie auch wissen, wie gerne ich diese Tiere mag. Danach waren wir dann noch kurz beim Mittagessen in dem riesigen Supermarkt in Mombasa und in der City Mall zum shoppen :)

                      Leider müssen wir uns morgen schon wieder von ihnen verabschieden... aber es war sehr schön, dass sie so lange bei uns waren und wir so viel mit ihnen erleben und sehen konnten. Definitiv mit eine der schönsten Zeiten hier in Kenia <3



                      • Was man nicht so alles vermisst...

                        Nach guten 2 Monaten hier in Kilifi und dem Besuch unserer Eltern merkt man so langsam aber sicher doch, was einem so alles von zuhause fehlt und auf was man sich immer mehr freut, jetzt wo das Ende unseres Aufenthalts immer näher rückt.

                        Platz 1 hierbei ist und bleibt natürlich das gute alte deutsche Essen! :P Wir verbringen daher abends sehr viel Zeit uns auszumalen, was wir alles essen und kochen müssen, wenn wir wieder in Deutschland sind. Angefangen von Linsen mit Spätzle bis hin zum einfachen Käsebrot (ja richtiges deutsches Brot, das man wirklich KAUEN muss) ist alles dabei :)

                        Darüber hinaus vermisse ich neben meiner Waschmaschine und allgemein dem Luxus elektronischer Geräte auch mein Bett sehr. Unser Bett in Kilifi ist leider sehr hart und unbequem und hat mir schon den einen oder anderen Tag mit Rückenschmerzen beschert.

                        Ein weiteres Element, dass mir sehr fehlt ist der Wintereinbruch und die damit verbundene Kälte. So seltsam es sich anhört, aber meine innere Uhr erweckt in mir immer mehr den Wunsch nach dicken und kuscheligen Pullovern, heißem Tee (oder wahlweise Glühwein) und warmen Badewannen. :P Ich sehe es aber schon kommen, sobald ich in Deutschland eintreffe, kann ich diese Sehnsucht nicht mehr nachvollziehen :D

                        Insgesamt fängt man langsam auch an zu begreifen, wie gut wir es in Deutschland haben und dass man (auch wenn man es manchmal nicht wahrhaben möchte) in seinen Charaktereigenschaften doch schon sehr "deutsch" ist. D.h. ich merke immer mehr, wie wichtig mir Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und auch die Einhaltung von Regeln und Absprachen sind und wie unentspannt ich werde, wenn diese nicht eingehalten werden.

                        In anderen Bereichen wiederum schätze ich das Leben hier in Kilifi. So sind die Menschen hier sehr viel offener und aufgeschlossener, als viele Deutsche und halten in allen Lebenslagen zusammen und helfen sich gegenseitig in schwierigen Situationen.

                        Ich kann also schon jetzt festhalten, dass mir der Austausch (wenn schon nicht in Bezug auf die Uni) sehr viel für mein weiteres Leben und meine Sicht auf manche Dinge gebracht hat und ich diese Erfahrungen um nichts auf der Welt missen möchte! :)

                        ... und noch sind wir hier, also vielleicht wird es ja auch noch etwas mit den Vorlesungen ;) (wir hoffen auch, dass wir in den nächsten Wochen noch den Deutschunterricht von Nicole besuchen und unterstützen dürfen)

                        • Leben in Kilifi

                          In diesem Topic möchte ich ein bisschen über unser alltägliches Leben hier in Kilifi erzählen.

                          Das Leben in Kenia ist vollkommen anders als alles, was wir in Deutschland kennen. Die Landschaft, die Menschen, einfach alles unterscheidet sich.

                          Während unseres Aufenthalts haben wir wie bereits zuvor erwähnt in einem Gasthaus auf dem Campus gewohnt. Hier waren wir etwas abgeschottet und durch die vielen Sicherheitsmenschen sicher untergebracht. Die Eingewöhnung ging sehr schnell und wir haben uns bald schon dort zuhause gefühlt.

                          Auch in der Stadt habe ich mich nie unsicher gefühlt. Man muss sich allerdings erst einmal an das Bild gewöhnen, dass sich einem hier bietet: überall sind TukTuks, BodaBodas und Matatus, es ist laut, Ziegen und Kühe laufen herum, Kinder spielen im Dreck und man wird von allen Seiten angestarrt oder angesprochen. Aber auch an diese Umstände gewöhnt man sich sehr schnell (zurück in Deutschland habe ich den ganzen Trubel sogar etwas vermisstJ).

                          Das größte Highlight am Leben in Kenia waren neben dem super leckeren Essen und den freundlichen Einheimischen insbesondere die Kinder. Egal wo wir Kinder getroffen haben, haben diese sich immer unglaublich gefreut, wenn wir mit ihnen geredet oder ihnen die Hand geschüttelt haben. Teilweise sind sie uns über Kilometer hinterhergerannt, um uns möglichst lange zu sehen. Diese Freude über kleine Gesten hat mich fasziniert und berührt.

                          In manchen Situationen war ich aber froh, dass wir nette Ansprechpartner hatten, die mittlerweile auch zu guten Freunden geworden sind. Durch ihre Unterstützung wurde unser Aufenthalt unvergesslich :)


                          Fortbewegung

                          Unser liebstes (und häufigstes) Fortbewegungsmittel hier sind TukTuks, wie man sie auch aus Thailand oder Ägypten kennt. Mit ihnen kommt man relativ sicher und schnell von A nach B. Wollen wir nur kurz einkaufen, müssen wir nur das Uni-Gelände verlassen und werden schon von diversen Tuk Tuks angewunken bzw. vor Lauter Eifer fast umgefahren. Für größere Fahrten haben wir uns hier im Laufe der Zeit aber einen kleinen Kreis an vertrauenswürdigen und zuverlässigen Fahrern zusammengesucht, mit denen wir die meiste Zeit unterwegs sind. Mein Favorit hierbei ist ganz klar Simon. Er ist unfassbar pünktlich, zuverlässig und war noch nie aufdringlich. Ihm vertrauen wir von unseren Fahrern am meisten und wir mögen ihn wirklich sehr. :) Weitere Fortbewegungsmittel hier sind die Boda-Bodas (Motorräder), die meiner Meinung nach aber lebensgefährlich und absolut nicht empfehlenswert sind :P (ich mag keine Motorräder - und schon garnicht, wenn die Fahrer diese nur mit FlipFlops steuern) Für sehr lange Fahrten, wie beispielsweise nach Mombasa rufen wir Rama an, einen jungen Fahrer mit Auto, den uns Edith und Pam empfohlen haben und der uns jetzt schon einige Male sehr zuverlässig gefahren hat. Autofahrten sind hier in Kilifi allerdings sehr sehr teuer (Kilifi bis Mombasa sind ca. 45€, eine Tuk Tuk Fahrt aber nur knapp 1€).



                          Waschen

                          Auch das Waschen hier in Kenia unterscheidet sich sehr von dem in Deutschland, denn Waschmaschinen sucht man hier vergeblich. Hier heißt es noch: Handarbeit! Was am Anfang eine Qual und einfach nur sehr zeitraubend war, ist mittlerweile Alltag und geht uns recht schnell und unkompliziert von der Hand (es sei denn, man hat sich 2 Wochen darum gedrückt und hat einige "Waschgänge" zu erledigen :P)


                          Einkaufen

                          Den größten Teil der Einkäufe erledigen wir recht unkompliziert im großen Supermarkt "Tuskys" hier in Kilifi. Hier bekommt man alles, was man so zum Leben braucht - teilweise günstiger, teilweise teurer als in Deutschland (Fun-Fact: Tampons der Marke o.b. bekommt man hier günstiger, als in Deutschland :D)
                          Wenn wir Zeit (und Lust) haben, kaufen wir unser Gemüse und Obst auf dem lokalen Markt, denn die Qualität und der Geschmack sind eigentlich besser und der Preis niedriger, als im Supermarkt. Allerdings ist die Haltbarkeit der Produkte um einiges kürzer, daher kaufen wir hier nur ein, wenn wir alles direkt am gleichen oder spätestens am nächsten Tag aufbrauchen.

                          Markt

                          • Deutsches Vesper in Kilifi

                            Letzten Dienstag haben wir uns ein Stück Heimat nach Kilifi geholt: mit den von unseren Eltern mitgebrachten Leckereien haben wir ein typisch deutsches Vesper gemacht! (Eines der Dinge die wir seeeeeeehr vermissen)

                            Neben Allerlei verschiedenem Käse, aufgeschnittenem Gemüse (in Kilifi gibt es das nur in gekochter Form) mit Tzatziki und verschiedener Wurst gab es auch deutschen Williams als kleinen Verdauer danach. Darüber hinaus hatten wir am Tag zuvor Kartoffel-Gurken-Salat zubereitet (original mit Gemüsebrühe und Senf). Es war ein absolut leckerer Festschmaus! :) 

                            Auch Edith und Pam, die wir hierzu eingeladen hatten, fanden Gefallen an dem typischen Abendessen. In Kenia isst man eigentlich immer 2x warm am Tag, daher konnten sie sich eigentlich nicht vorstellen, dass man von so einem "Snack" so satt werden kann.

                            Als nächstes stehen noch Gulasch und Weihnachtsplätzchen ("Bredla") auf der Koch-To-Do-Liste, bevor wir in wenigen Wochen abreisen :)

                            Essen


                            EDIT: kurz vor unserer Abreise haben wir mit Nicole und Pam noch Bredla (Weihnachtskekse gebacken. Wir hatten sehr viel Spaß und konnten trotz eingeschränkter Zutaten leckere und ansehnliche Kekse zaubern :)


                            • Frühzeitiger Abschied..

                              Aufgrund eines Todesfalls in meiner Familie mussten wir unseren Aufenthalt in Kenia leider frühzeitig am 28.11.2018 abbrechen..

                              Dadurch konnten wir leider nicht mehr wie geplant nach Nairobi und Kapstadt reisen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich wieder einmal nach Kenia reisen werde!

                              • Empfehlenswerte Ausflüge

                                Während unserer Zeit in Kenia haben wir verschiedene Ausflüge durchgeführt.

                                Neben den Nationalparks, denen ich bereits einige Blogbeiträge gewidmet habe, gibt es noch andere schöne Orte, die man sich nicht entgehen lassen darf.


                                Mnarani Museum

                                In Mnarani gibt es das Mnarani Museum. Hier gibt es schöne Ruinen und sehr eindrucksvolle landschaftliche Anblicke. So auch einen 800 Jahre alten Baobab Baum, der unfassbar hoch und breit ist :) Ideal für einen kurzen Ausflug, wenn einem mal langweilig ist :)




                                Diani Beach

                                Diani ist ein wunderschöner Urlaubsort, etwa 2h entfernt von Kilifi. Kilometerlange weiße Strände laden hier zum entspannen und faulenzen ein :) 



                                Sansibar

                                In weniger als 30min erreicht man mit dem Flugzeug die Trauminsel von Tansania. Neben wunderschönen Stränden, türkisblauem Meer und unglaublich leckerem Essen warten hier auch sehr nette Menschen und eine etwas andere Kultur auf euch. 

                                Ein Muss auf Sansibar ist ein Ausflug nach Stonetown. Hier kann man den Gewürzmarkt besuchen, einkaufen gehen und nach Prison-Island übersetzen. Hier erfährt man etwas über die Sklaven-Geschichte der Insel und kann darüber hinaus riesige Schildkröten bewundern und auch füttern. Definitiv einen Abstecher wert.





                                Watamu

                                Einer der schönsten Plätze an denen ich bisher war, ist definitiv Watamu! Noch nie habe ich einen so schönen Strand und so schönes, klares Wasser gesehen. Bei Ebbe bekommt man hier die Möglichkeit auf eine kleine Sandbank draußen im Meer zu laufen - einfach wunderschön.

                                Auch gibt es hier die schönsten Souvenirs und den Marine Nationalpark. Schnorcheln ist hier ein MUSS!




                                • Abschließende Worte

                                  Ich bin sehr froh, dass ich an diesem Austausch teilgenommen habe. Obwohl es mir aus akademischer Sicht nicht ganz so viel gebracht hat, habe ich für meine persönliche Entwicklung viel gelernt.

                                  Meine Sicht auf viele Dinge, die zuvor selbstverständlich waren, hat sich durch meine Zeit in Kilifi sehr verändert. Man besinnt sich wieder auf das was wirklich wichtig ist: Familie, Freunde und Gemeinschaft. Genau so, wie es die Menschen vor Ort tun. In Kenia unterstützen sich die Menschen immer so gut sie können und sind zufrieden mit dem was sie haben – Charaktereigenschaften, die man in unserer Überflussgesellschaft immer seltener antrifft. Diese Fokussierung auf die wichtigen Dinge habe ich sehr genossen und empfand sie als sehr lehrreich.

                                  Auch den Einblick in eine völlig fremde Kultur fand ich sehr interessant. Die „Entschleunigung“, von der ich bereits zuvor berichtet habe, war allerdings nicht immer angenehm. So haben Pünktlichkeit und Verlässlichkeit in Kenia eine ganz andere Bedeutung als in Deutschland. Damit hatte ich teilweise meine Probleme, da für mich Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit nicht akzeptabel sind.

                                  Trotz aller Hürden würde ich diese Erfahrung in meinem Leben nicht mehr missen wollen. Ich habe viel gelernt und durfte wundervolle Menschen kennenlernen und unbeschreiblich schöne Orte erkunden, etwas wofür ich sehr dankbar bin!

                                  Darüber hinaus habe ich in Belinda eine sehr sehr gute Freundin gefunden und unsere Freundschaft ist durch unsere vielen gemeinsamen Erfahrungen noch enger geworden. <3



                                  • Hilfreiche Tips

                                    Anbei nun noch ein paar (hoffentlich) hilfreiche Tipps für künftige Austauschstudenten:

                                    • Bucht euren Flug so früh wie möglich, da die Preise innerhalb kurzer Zeit schnell mal um einige hundert Euro steigen können.
                                    • Achtet beim Packen darauf nicht allzu viele weiße Kleidungsstücke einzupacken – in Kilifi müsst ihr alles selber von Hand waschen :) Da ihr sowieso angestarrt werdet ist es auch nicht schlimm, wenn ihr kurze Sachen und Tops einpackt. Ich hatte leider kaum luftige Kleider dabei, was ich sehr bereut habe.
                                    • Nehmt genügend Moskitospray mit! Kilifi gehört zu den Hochrisikogebieten für Malaria. Daher solltet ihr darauf achten, euch abends immer einzusprühen und zu schützen. Auch das Mitbringen eines eigenen Moskitonetzes macht aus diesem Grund Sinn (es gibt vor Ort zwar welche, aber die haben teilweise Löcher).
                                    • Weiterer wichtiger Bestandteil der Reiseapotheke: Mittel gegen Durchfall und Magenbeschwerden im Allgemeinen. Unsere deutschen Mägen kamen leider nicht immer mit den hygienischen Umständen und dem anderen (oft sehr fettigen) Essen klar :)
                                    • Packt euch haltbare Lebensmittel ein, die ihr womöglich vermissen könntet. So waren wir beim Besuch unserer Eltern unglaublich dankbar für Dinge wie Pumpernickel, Wurst oder Käse. Lasst lieber ein paar Kleidungsstücke daheim, man nimmt sowieso immer zu viel mit J Etwas, das uns den ein oder anderen Abend gerettet hat: Tassenpudding, den man nur mit Wasser aufleeren muss :)
                                    • Auch eine Taschenlampe und eine Powerbank sind sinnvoll, da es durchaus vorkommen kann, dass der Strom viele Stunden ausfällt.
                                    • In Kilifi angekommen, wundert euch nicht, dass ihr viel angestarrt werdet. Schon vor eurer Ankunft wissen viele Menschen, dass ihr kommen werdet und freuen sich, euch zu sehen. Auf mögliche Heiratsanträge reagiert gelassen, sagt aber auch nein. Allerdings sind die meisten Menschen in Kenia unheimlich nett und gastfreundlich. Insbesondere die Kinder freuen sich, wenn ihr sie mit einem netten „Jambo“ begrüßt oder ihnen die Hand schüttelt.
                                    • Was mich auch schon zum nächsten Tipp bringt: immer ein Handdesinfektionsmittel in der Tasche zur Hand haben :)
                                    • Wenn ihr euch eine SIM-Karte vor Ort holen möchtet, geht direkt in den Safaricom-Customer-Shop und vergesst hierfür euren Reisepass nicht! Die SIM-Karte kostet nur 100 Schilling (ca. 1 Euro) und die verschiedenen Internet-Pakete variieren von ca. 2,50-5 Euro pro Woche. Da in den Gasthäusern kein Internet vorhanden ist, haben wir recht viel Internet gebraucht, aber da findet man schnell heraus, was das Beste ist.
                                    • Solltet ihr gefragt werden, ob ihr verheiratet seid, sagt definitiv JA! Das erspart euch teilweise lästige Diskussionen :)
                                    • Wollt ihr innerhalb von Kilifi irgendwohin, dann nehmt euch ein TukTuk. Sie sind günstig und sicherer als die BodaBodas (Motorräder). Innerhalb von Kilifi kostet eine Fahrt IMMER 100 Schilling (auch wenn die Fahrer oft etwas anderes behaupten)- Lediglich die Fahrt zu abgelegenen Hotels kann mal mehr kosten. Bedenkt auch, dass die meisten TukTuks nur bis 21 Uhr fahren, danach müsst ihr entweder einen Autofahrer (teuer) bezahlen oder ein BodaBoda nehmen.
                                    • Fühlt ihr euch bei einem Fahrer sicher, dann fragt ihn nach seiner Nummer. Dann könnt ihr ihn immer anrufen oder ihm schreiben, wenn ihr eine Fahrt braucht (die Nummern von anderen Menschen zu erfragen ist in Kenia ganz normal und geht auch ganz schnell. Für uns war das zu Beginn etwas befremdlich, aber man gewöhnt sich daran :) ).
                                    • In fast allen Hotels kann man gegen eine Gebühr Baden gehen. Hierfür eine kleine Liste der Hotels:


                                    Hotel

                                    Schwimmen

                                    Essen

                                    Makuti Villas

                                    Umsonst

                                    Super Pizza und Pasta

                                    Baobab Sea Lodge

                                    500 Schilling

                                    Sehr teuer

                                    Kilifi Beach Club

                                    500 Schilling

                                    Sehr teuer

                                    Silver Palm

                                    600 Schilling

                                    Super lecker, aber etwas teurer (aber definitiv empfehlenswert :) )

                                    Mnarani Club

                                    600 Schilling Pool, 150 Schilling Strand

                                    Sehr leckeres Buffet und am Strand gute Sandwiches

                                    Distant Relatives („Backpackers“)

                                    Wenn man etwas isst, ist es umsonst

                                    Sehr leckere „moderne“ Gerichte, hier trifft man viele Europäer :)

                                     

                                    • Einkaufen kann man im Supermarkt Tuskys. Obst und Gemüse kauft man aber am besten (und günstigsten) in der Markthalle. Nehmt beim ersten Mal einen Einheimischen mit, damit ihr ein Gespür für die Preise bekommt und geht dann immer zum gleichen Stand. Wenn die Menschen euch kennen, bekommt ihr die besten Preise und könnt euch immer nett mit ihnen unterhalten J Neben dem Tuskys ist ein ATM (gebührenfrei) und ein kleiner Laden, in dem man Zigaretten und Alkohol bekommen kann. Mein Favorit: der Coconut Cane mit Saft (am besten Mango oder Maracuja) und der Tusker Cider.
                                    • Auf dem Uni-Gelände gibt es das Red Buffallo, die Mensa für die Dozenten. Hier bekommt man für wenig Geld sehr leckeres traditionelles Essen. Mein Favorit war das Chapati (eine Art fester Pfannkuchen) mit Mchicha (eine Art Spinat).
                                    • Allgemein gilt beim Essen: trau dich! Die meisen Dinge klingen zwar nicht lecker, sind aber sehr empfehlenswert. So habe ich in Kenia gelernt, wie lecker Ziege sein kann und dass man fast alles von einem Tier essen kann :)
                                    • Viele Menschen wollen mit euch befreundet sein und Unternehmungen mit euch machen. Egal wie nett sie zu sein scheinen: geht nie alleine mit ihnen mit, es sei den eure Ansprechpartner kennen sie und geben euch das okay. Es ist zwar manchmal traurig, aber einige Menschen sind nur auf euren vermeintlichen Reichtum aus. Auch wir mussten diese Erfahrungen machen und hoffen, dass sie euch dadurch erspart bleiben.
                                    • Solltet ihr Fußkettchen tragen, solltet ihr diese abnehmen, da sie in manchen Stämmen in Kenia für Prostitution stehen. Allgemein solltet ihr eher dezenten Schmuck tragen, da er ein Zeichen von Wohlstand ist.
                                    • Ein Lächeln zur falschen Zeit kann in Kenia schnell falsche Hoffnungen wecken. Wenn ihr merkt, dass (insbesondere) ein Mann an euch interessiert ist (und ihr seid es nicht), solltet ihr ihn nicht anlächeln oder zu viel mit ihm reden. In Kenia werden diese Gesten (die wir als höflich erachten) schnell missverstanden und mit Interesse verwechselt.
                                    • Nun zum interessantesten Teil: Was man UNBEDINGT gesehen haben muss:


                                    Wohin

                                    Warum

                                    Mombasa: Nguuni Nature Sanctuary

                                    Man kann hier GIRAFFEN FÜTTERN! :)

                                    Mombasa: City Mall

                                    Hier gibt es deutsches Brot und gute Shopping Möglichkeiten

                                    Diani Beach

                                    Traumstrände

                                    Watamu

                                    Schönster Strand, an dem ich bisher war und tolle Unterwasserwelt. Auch sollte man hier seine Souvenirs kaufen, da sie hier sehr günstig sind :)

                                    Sansibar

                                    Traumhafte Insel, nur 40min Entfernung mit dem Flugzeug. Aber: Visumkosten nicht vergessen und hier sind die meisten Menschen Muslime à lange Kleidung nicht vergessen

                                    Tsavo East Nationalpark

                                    Ohne Worte, einfach traumhaft. Sprecht heirfür am besten mit James von Jawamu Safari Tours. Er macht gute Preise und die Safaris sind der Wahnsinn. Hier empfehle ich die Ngutuni Lodge zum Übernachten :)

                                    Amboseli Nationalpark

                                    Ebenfalls wunderschön. Großes Plus: liegt an der Grenze zu Tansania, d.h. man sieht den Kilimanjaro :)

                                     

                                    • Ihr solltet nie vergessen, dass ihr in Afrika seid, d.h. es gibt durchaus giftige Tiere, wie u.a. die Hundertfüßler. Deren Bisse tun sehr weh und man wird einige Tage krank davon. Sie sind sehr schnell und verstecken sich an dunklen Plätzen. Daher nie auf Stühle oder ins Bett setzen, ohne alles auszuschütteln. Solltet ihr einen sehen: entweder töten oder wegrennen, denn sie sind aggressiv :)
                                    • Verstaut am besten ALLE Lebensmittel in Boxen. Die Ameisen in Kenia sind zwar teilweise winzig, fressen sich aber auch durch Plastik. Auch vor faden Dingen wie Reis machen sie nicht Halt.
                                    • Wenn ihr beispielsweise Handwerker braucht, müsst ihr VIEL Druck machen, dass da etwas getan wird. Als Frau (und vor allem als Europäerin) wird man manchmal nicht wirklich ernst genommen. Daher bei wichtigen Dingen lieber etwas bestimmter reagieren.
                                    • Die zwei Mottos der Kenianer sind Hakuna Matata (keine Sorgen) und Pole Pole (langsam langsam). Wenn man sich hieran gewöhnt hat, wird das Leben einfacher J Und die Entschleunigung kann manchmal auch sehr erfrischend und wohltuend sein, wenn man sich darauf einlässt :)